00:00:07: Hi, hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge unseres Pflanzen Podcasts.
00:00:10: Kommt ins Beat!
00:00:12: Am Mikrofon ist wieder eure Urschlossstitt vom Max-Planck-Institut für molekulare Pflanzenphysiologie aus dem Wissenschaftspark in Potsdam-Gonnen.
00:00:20: Geplant hatte ich im Rahmen unseres Weihnachtsbashles für euch eine ganz besondere Folge.
00:00:26: Denn es gibt nicht nur die typischen Weihnachtsmäume wie Tannen oder Fichten sondern es gibt woanders auf der Welt auch Bäume die als Weihnachtsbäume bezeichnet werden, aber absolut nicht so aussehen.
00:00:41: Sie werden nicht geschmückt sondern schmücken sich selber ab Dezember mit leuchtend roten Blüten.
00:00:48: Ich habe diese Bäume in der Natur bewundern dürfen wofür ich ca.
00:00:52: achtzehntausend Kilometer weit geflogen bin von Berlin nach Oakland Neuseeland.
00:00:59: Von meiner Reise habe ich euch nicht nur Geschichten über diesen bewunderswerten Baum mitgebracht der auf Maori als Puhutukawa bezeichnet wird, sondern in dieser und der nächsten Episode möchte ich euch ein wenig teilhaben lassen an meiner Reise.
00:01:50: Neuseeland hat mich fasziniert wegen seiner vulkanischen Regionen, seiner grün-üppigen Landschaft mit so vielen Wasserfällen, wegen seiner speziellen Pflanzen und Tierwelt und einer Kultur die stark durch die Maori geprägt ist.
00:02:14: Ich bin in Neusealand eine Reihe einzigartiger Pflanzen begegnet von denen die verschiedenen Baumgiganten besonders hervorzuheben sind.
00:02:24: Um zu verstehen, warum Fauna und Flora da wo sie noch in ihrer Ursprungsform vorliegen so einzigartig sind muss man sich ein wenig mit der Erdgeschichte Neuseelands beschäftigen.
00:02:40: Die Erd-Geschichte ist nämlich dafür verantwortlich dass man in Neuseeland auf eine einzig artige Natur trifft.
00:02:47: auch wenn noch niemand ins innere der Erde geschaut hat Außer vielleicht jünger Wärme in seiner Reise zum Mittelpunkt der Erde wissen wir, dass unsere Erde schalenförmig aufgebaut ist.
00:02:58: Im Kern dem Mantel und der Kruste – und das es im Innern der Erde sehr, sehr heiß ist!
00:03:05: Die äußere Erdhöhle besteht aus ozeanischen und verschiedenen Kontinentalplatten.
00:03:11: Für etwa zweihundertdreißig Millionen Jahren gab es einen großen Kontinent Der Pangergens.
00:03:17: Dieser brach vor ca.
00:03:18: hundertfünfzig Millionen Jahre auseinander und zwei große Kontinente entstanden – Laurasia auf der Nordhalbkugel, und Gondwana auf der Südhalbkuge.
00:03:28: Die zerbrachen gleichfalls.
00:03:30: Laurasier in Nordamerika und Eurasien?
00:03:33: Gondwarna in Südamerika, Afrika, Indien Australien und Antarktes!
00:03:39: Was hat das nun mit der Pflanzen- und Tierwelt in Neuseeland zu tun?
00:03:43: Nun ….
00:03:45: Neusealand oder Aotearoa wie Neuseland mittlerweile nicht nur von den Mauri genannt wird trennte sich vor etwa um achtzig Millionen Jahren von Gondwana-Land, genauer gesagt von Australien und liegt seit circa fünffünfzig Millionen Jahre je nachdem wo man misst zweitausend Kilometer von Australiens entfernt.
00:04:07: Fossile Wunder haben gezeigt dass viele Pflanzen heuseelands denen ählen die auf Gondwarna gelebt haben.
00:04:13: das ist ja auch kein Wunder da als es zur Abtrennung von gondwanakam Ein Teil der Flora fauna und Pilze des Superkontinenz mitgenommen wurden.
00:04:31: Einige der ältesten Arten Neuseelands haben sich aus Vorfahren entwickelt, die einst Burgwana gewohnten.
00:04:38: Manche Arten kommen aufgrund der gemeinsamen Erdgeschichte nicht nur in Neuseeland sondern in ähnlicher Weise auch im Südamerika und Australien vor.
00:04:48: Dazu gehören beispielsweise die Notofagus-Arten zu Deutsch Scheinbuchen.
00:04:54: Sie werden auch als Südbuchen bezeichnet, da sie nur auf der südlichen Hemisphäre vorkommen.
00:05:02: Als vor sixty Millionen Jahren die letzte Landbrücke nach Gondwana verloren ging bewirkte die Isolation Neuseelands dass sich die Pflanzen Tiere und Pilze unabhängig von anderen Kontinenten entwickelten und an die Umweltbedingungen der neuseeländischen Inseln anpassten.
00:05:20: Deshalb haben sich in Neuseeland einzigartige Arten entwickelt.
00:05:25: So kommen eighty-two Prozent der einheimischen Pflanzen Neuseelans nirgendwo anders auf der Welt vor.
00:05:32: Das Fremdwort dafür ist endemisch.
00:05:34: Endemische Arten sind Lebewesen, die nur in einem bestimmten oft geografisch isolierten Gebiet vorkommen.
00:05:45: Ungefähr zu der Zeit als Neuseeland seine letzten Landverbindungen zu anderen Landmassen verlor, ereignete sich ein dramatisches Ereignis das weltweit zu einem der verheerendsten Atensterben führte.
00:05:58: Für dieses Attensterben gibt es verschiedene Erklärungen.
00:06:02: Einige Wissenschaftlerinnen glauben, dass ein Meteor auf die Erde stürzte.
00:06:08: Andere vermuten, dass eine Reihe von Vulkanausbrüchen die Atmosphäre mit Rauch bedeckte.
00:06:13: Was auch immer die Ursache war – des Ergebnis war das Massensterben der Dinosaurier und anderer Alpen.
00:06:21: Zuvor hatten die Reptilien dominiert Aber innerhalb kürzester Zeit wurden fast eighty-fünf Prozent aller Arten ausgerottet und die Säugetiere begannen, die frei gewordenen ökologischen Nischen zu besetzen.
00:06:35: Überall – außer in Neuseeland!
00:06:42: Im Unterschied zu den anderen Landmassen war Neuseeland nicht von vielen Säuge-Tieren bewohnt.
00:06:48: Stattdessen wurde die Tierwelt von Vögeln und Insekten dominiert.
00:06:52: Vögel entwickelten sich zu Raubvögeln, Parsfressern, Pflanzenfresseren oder Insektenfressern.
00:06:59: Sie lebten überall von den höchsten Bergen bis zum Meer, da es als Raubtier nur den riesigen Haastatler gab, verloren viele Vögel die Fähigkeit zu fliegen, da sie außerdem Haastattler keine natürlichen Feinde hatten.
00:07:40: Bevor Menschen auf Neuseeland lebten war so gut wie fast das gesamte Land vom Wald bedeckt mit Ausnahme der Hochgebirgsregionen.
00:07:50: Außerdem gab es an der Ostküste der Südinsel ein recht großes Sumpfgebiet voller Grasland.
00:07:58: Heutzutage ist Neusseland ein wenig wie eine Patchworkdecke, die sich zusammensetzt aus Ackerflächen, Weideflächen und eingesprängelten Überresten ursprünglicher natürlicher Vegetation – meist Urwälder mit Bäumen, die nur in Neuseeland zu finden sind.
00:08:16: Obwohl die Siedler inklusive der Mauri den Großteil der Urwaldfläche vernichteten, kommen in Neuserland immer noch hundert bis zweihundert einheimische Baumarten vor von denen fast achtzig Prozent irgendwo sonst auf der Welt zu finden sind.
00:08:32: Neuseeland verfügt über eine Vielzahl von Ökosystemen, in denen Bäume eine wichtige Rolle spielen.
00:08:40: was die Bäume betrifft so sind die meisten immer grün.
00:08:44: Neusseland hat die extremen Eiszeiten der nördlichen Hemisphäre nicht durchlaufen weshalb die Bäumen nicht kältetolerant sein mussten.
00:08:52: sie benötigten nicht die schützende Anpassung im Winter ihre Blätter zu verlieren, wie es viele Bäume der nördlichen Hemisphäre tun.
00:09:00: Nur elf neuseeländische Pflanzenarten verlieren im Winter Ihre Blätter.
00:09:05: Wer mehr über die Anpassungen von Pflanzen an Kälte und Winter erfahren möchte, dem empfehle ich unseren Podcast.
00:09:12: Bund sind schon die Wälder!
00:09:19: Gut dass sich in der Episode über die Stechpalme schon einmal die Begriffe zweihäusig-, einhäusig-getrenntgeschlechtlich oder zwittrig eingeführt hatte Denn viele der neuseeländischen Bäume sind zwei häusig getrennt geschlechtlich.
00:09:32: Das bedeutet, dass es Bäume mit männlichen und solche mit weiblichen Blüten gibt.
00:09:38: Der Vorteil dieser Geschlechtsverteilung liegt darin, das dadurch eine größere Wahrscheinlichkeit für genetische Variationen erreicht werden kann.
00:09:46: Genetische Variabilität erhöht die Überliebungschancen in einer sich verändernden Umwelt.
00:09:53: Allerdings hat die Trennung nach weibichen und männlichen Bäumen auch einen Nachteil Denn die Bäume dürfen nicht zu weit voneinander entfernt sein, weil ja der Pollen zur weiblichen Blüte gebracht werden muss damit die Blüten bestäubt und samengebildet werden können.
00:10:09: Im Unterschied zu unseren Breiten wo nur sechs Prozent der Pflanzen zweihäusig getrennt geschlechtlich sind es also männliche und weibliche Pflanzen gibt liegt deren Anteil in Neuseeland mit zwölf bis dreizehn Prozent doppelt so hoch.
00:10:24: Bei meiner Recherche habe ich gelernt dass das daran liegt nur eine geringe Vielfalt an Bestäubern entwickelt hat.
00:10:33: Dies begünstigt Pflanzen, die durch den Wind bestäubt werden und dies wiederum geht oft einher mit einer zweihäusigen Getrenntgeschlechtlichkeit.
00:10:42: Auffällig ist in Aotearoa auch das bei vielen Pflanzen die Blüten klein und weiß sind.
00:10:49: Es fehlt nämlich an Bestläubern, die von bunten Blüken angezogen werden weshalb die Pflanzen auf eine prächtige Blütebracht verzichten können.
00:10:57: Meist werden die Pflanzen von Motten, Eidechsen und griechenden Insekten bestäubt.
00:11:02: Die nicht von Farben sondern von Gerüchen angezogen werden.
00:11:06: Außerdem gibt es bestimmte neuseeländische Vogelarten, die für die Bestäuberung spezifischer Pflanzen wie beispielsweise den Neuseelandflax essentiell sind.
00:11:20: Einige dieser einzigartigen Bäume, die es nur in Neusealand gibt, sind Podokapen.
00:11:25: Und Podokabbäume, welche zur Familie der Stein-Eitengewächse gehören können auf eine Abstammungslinie zurückblicken, die bis in die Zeit reicht als Neuseeland noch Teilgrundwarners war.
00:11:37: Neuseeland beheimatet fünfzehn Stein-Eibenbaumarten.
00:11:41: Sie bilden Protokarp Hartholzwälder mit dichtem Unterholz aus Sträuchern, Fahnen und Baumfahnen.
00:11:49: Die Protokapbäume sind immer grün und meist wie schon gesagt zwei Häusig getrennt geschlechtlich.
00:11:55: Interessant an den Stein-eibenbaumaten ist Dass sie zwar zur Familie der Nadelbäume gehören, sie sich aber isoliert von den anderen Kontinenten anders entwickelt haben als die Nadel-Bäume unserer Breiten.
00:12:08: Viele der Steineneiben besitzen nämlich keine typischen nadelförmigen Blätter – sondern ihre Blätter sind eher Laubblatt ähnlich!
00:12:16: Auch ihre Zapfen unterscheiden sich von denen unsere Fichten kiefern oder tannen.
00:12:20: Sie sind stark modifiziert.
00:12:22: Die männlichen Zapfen ähneln oft Kätzchen Und die weiblichen Blütenstände sind nicht holzig wie Tannensapfen, sondern sehen eher wie Bären aus.
00:12:31: Ähnlich wie bei den Eiben unserer Regionen ist der Samen von einem Samemantel umgeben.
00:12:37: Wegen dieser Ähnlichkeit mit den Eimen werden sie im Deutschen als Stein-Eiben bezeichnet.
00:12:43: Eiben und Podokabbaumarten sind nur entfernt miteinander verwandt, da sie beide zur Gattung der Nadelholzgewächse dem Koniferen gehören – Sie gehören aber unterschiedlichen Familien an!
00:12:56: Der Grund für die Zapfenmodifikation der Polokarpäume leuchtet total ein, denn die Samen der Bäume werden durch Vögel und nicht vom Wind verbreitet.
00:13:05: Das macht ja für die Wälder in Euseelans, die natürlicherweise vor allen Dingen von Vögeln bewohnt werden Sinn!
00:13:10: Die Vögl werden von denen – ich nenne sie mal Scheinbären da sie ja nicht wirklich Bären sind – angelockt und gefressen.
00:13:18: Die enthaltenen Samen werden dann von den Vögelen an anderer Stelle ausgeschieden, sodass dort neue Bäume aufwachsen können.
00:13:26: Im Unterschied dazu liegen die Samen bei den Nadelbäumen unserer Breiten mit Ausnahme der Alben nackt auf den Schuppen der weiblichen Zapfen und werden meist vom Wind verbreitet.
00:13:37: Das könnt ihr in unserer Episode zum Weihnachtsbaum nachhören!
00:13:43: Aufgrund des reichhaltigen Angebots an Früchten, Beherbergen, Potokarp-Hartholzwälder viele Vogelarten wie Kiwi-, Tui-, Kaka-, Glockenfogel und Keas aber auch die Brückenekse Tuatara-, Dikaurischnecke Geckos und Weta eine flugunfähige Riesenheuschrecke sowie eine Vielzahl von Insekten.
00:14:07: Die wenigen Waldreste, die überlebt haben, beherbergen oft die größte Artenvielfalt an Pflanzen und Tieren in der Region.
00:14:14: Die bekanntesten Podokabbäume sind Riesen mit fremdklingenden Namen wie Rimu, Kahikatea, Totara, Miro oder Matai, die zwischen fünfundzwanzig-und fünfzig Meter groß werden können.
00:14:27: Neben den verschiedenen Stein-Eidenarten gibt es den Kauribaum Agatis Australis, auch neuseeländische Kaurifichte oder Neuseelendische Kaurekiefer genannt.
00:14:38: Er gilt in Neuseeland insbesondere im der Kultur der Mauri als heilig.
00:14:43: Diese Bäume werden als lebende Vorfahren, Tupuna und als Verbindung zwischen Himmel-und Erde verehrt.
00:14:55: Die Bäume können mehr als zweitausend Jahre alt werden, symbolisieren Stärke und Lebenskraft und werden als Kinder Phantane dem Gott des Walbes unter Föhe betrachtet.
00:15:07: Der Kauribäume gehört wie die Steineibenaden zu den Nadelbäumen, obwohl auch seine Blätter nicht als Nadeln ausgeformt sind.
00:15:15: Sondern die Laubblätter!
00:15:19: Im Unterschied zu den Stein-Eiben trägt allerdings tatsächlich richtige Zapfen von denen männliche und weibliche auf dem selben Baum vorkommen.
00:15:27: Kaurilbäume sind also getrennt geschlechtlich einbäusig.
00:15:31: Die weiblichen Zapfen reifen erst nach drei Jahren heran und geben Samen frei, die vom Wind verbreitet werden.
00:15:40: Sie gehören zu den mächtigsten Bäumen der Welt, werden über fünfzig Meter hoch, erreichen stammes Umfänge von bis zu sechzehn Metern und können über zweitausend Jahre erheben.
00:15:52: Da sind drei Jahre für die Samenreife überhaupt keiner Zeit spannend!
00:15:56: Mich würde schon interessieren was sie im Laufe ihres Lebens so alles erlebt und gesehen haben.
00:16:06: Kauribäume kommen natürlicherweise in nördlichem Teil der Nordinsel vor – in den Regionen Nordland, Oakland sowie in Teilen der Bay of Plenty.
00:16:16: Kauribäume können als Einzelbäume, in einem von Laubbäumen dominierten Huschland oder als dichte Bestände vorkommen.
00:16:24: In einer Weitumgebung ragen ausgewachsene Kauri-Bäume über das Blätterdach anderer einheimischer Bäume hinaus.
00:16:37: Der untere Weitbereich kann den jungen Kauru eine Vielzahl von Baumarten beherbergen Darunter Manuka und Kanuka sowie Totara oder Miru die ich ja im Zusammenhang mit den steinalben Wäldern schon genannt hatte.
00:16:53: Auf der Strauchebene findet man unter anderem Baumpfanne, Liebkaupalmen, Lanzenholz, Hange-Hange und Mingi-Minghi.
00:17:02: Kaurigras bedeckt häufig den Boden unter den Kauribäumen.
00:17:06: Auch eine Vielzahl von Orchideen und epifytischen Pflanzen findet man oft zwischen den Ästen ausgewachsener Bäume.
00:17:14: Ihr erinnert euch noch?
00:17:15: Epiphytische Pflanzen sind Aufsitzerpflanzen, die den Bäumen aufsitzen ohne von ihnen zu schmarotzen.
00:17:30: Erst nach fünfzig bis hundert Jahren bilden die Kaori ihre Baumkrone.
00:17:34: Die unteren Äste werden dann abgeworfen.
00:17:37: Ausgewachsene Kaori entwickeln massive, säuenartige Stämme mit ausladenden Kronen.
00:17:42: Die riesigen Bäume sind durch bis zu fünf Meter in die tieferragende Fallwurzeln im Boden verankert und werden durch ausladende Seitenwurzeln im Gleichgericht gehalten.
00:17:53: Tane Maruta wurde lange Zeit als der größte Kauribau im Neuseelands betrachtet.
00:17:58: Er steht im Waipua Forest von Norfland.
00:18:01: Sein Alter wird auf tausend fünfhundert bis zweitausend Jahre geschätzt, er ist ca.
00:18:05: ein Fünfzig Meter hoch hat einen Umfang von fast vierzehn Metern und ist ein heiliges Symbol der Maori.
00:18:13: Mittlerweile wurde allerdings sogar noch ein älterer und größerer Baum gefunden.
00:18:21: Wie bereits erwähnt ist der Baum nach Tane, dem Gleichnamen den Gottesweides und der Vögel benannt.
00:18:27: In der Mythologie der Mauri ist Tane der Sohn von Papaturanuku, der Erdmutter und Ranginui, dem Himmelsvater.
00:18:36: Er löste seine Eltern aus einer engen Umarmung so dass er einen Raum zwischen ihnen schuf durch das Licht einfallen und Luft zum Atmen einströmen konnte.
00:18:47: So wurden Erde und Himmel voneinander getrennt.
00:18:51: Tarnen gilt als Lebensbringer.
00:18:57: Kaori gelten für viele Neuseeländer, insbesondere für die Mauri als Taonga – als Schatz!
00:19:04: Sie sehen die Gesundheit der Kaori als Zeichen für das allgemeine Wohlergehen des Waldes und den Menschen.
00:19:10: Die Kaoris sind ein zentraler Teil des Naturerbes und der kulturellen Identität Neuselans.
00:19:23: Bevor die ersten Siedler nach Neuseland kamen bedeckten Kaori-Wälder mehr als eine Million Hektar im Norden Neusselands.
00:19:30: Von diesen ursprünglichen Kauri-Wäldern ist heute nur noch weniger als ein Prozent der Fläche übrig geblieben.
00:19:37: Die Maori nutzten Kauriholz für den Bootsbau zum Schnitzen und zum Hausbau, das Harz des Baumes diente als Feueranzünder.
00:19:45: Die Ankunft der europäischen Siedler im achtzenden und neunzehnten Jahrhundert führte zu erheblichen Fällungen dieser prächtigen Wälder.
00:19:53: die Stämme junger Kauri Bäume wurden als Schiffsmasten genutzt und das Holz der ausgewachsenen Bäume für den Bau von Häusern.
00:20:00: Das Harz diente für die Herstellung von Lacken und anderer Produkte auf Harzbasis.
00:20:05: Kauribäume schützen sich mit dem Harz vor Verletzungen und Vollniss, das Harz härtet aus und dichtet verwundete Oberflächen ab und verlangsamt Vollnisprozesse und wehrt Insektenbefall ab.
00:20:18: Beraubt man den Baum dieser schützenden Schicht so schädigt man ihn – vor allen Dingen dann wenn man den lebenden Baum ansapfte um das Harze zu gewinnen.
00:20:28: Im Norden der Nordinsel fand man in den Sümpfen begraben abgestorbene, aber gut konservierte Kaury-Wälder.
00:20:35: In den Sümpfen wurde nach dem Harz gegraben und es wurden große Vorkommen an fossilem Kauryholz gefunden.
00:20:40: Diese Bereiche sind als Gammelens bekannt.
00:20:54: Die natürlichen Wäldern Neuseelans sind wie ein Überbleibsel aus einer längst vergangenen Waldzeit.
00:21:00: Das liegt nicht nur an den beschriebenen Baumriesen sondern auch an Pflanzen wie Lianen, Mosen, Flechten und Fahnen die gleichfalls in den Wälden vorkommen – und wirklich!
00:21:10: Mir kam es so vor, bei meinen Wanderungen durch diese Wälder aus einer gefühlten längst vergessenen Zeit als würde im nächsten Moment ein Dinosaurier um die Ecke kommen.
00:21:27: In Neuseeland kommen etwa zweihundert verschiedene Arten an Fahnen vor.
00:21:31: Ihre Erscheinung reicht von bis zu zwanzig Meter hohen Baumfahren bis hin zu kleinen Zartenfahren mit einer Länge von zwanzich Millimetern.
00:21:39: Circa vierzig Prozent dieser Arten kommen nirgendwo sonst auf der Welt vor.
00:21:44: Fahne wachsen typischerweise in feuchten, bewaldeten Gebieten da sie viel Wasser benötigen.
00:21:50: In Neuseeland bilden Sie das Unterholz unter dem Bretterdach der emmergrünen Bäume.
00:21:55: Die markantesten Fahne Neuseelands sind der Mamaku die höchste Baumfahranart Neusehlands und der Silberfahren oder Ponga der ein nationales Symbol darstellt.
00:22:06: Der Silber-Fahren kommt im Wappen Neuseellands vor und stellt außerdem das Imbleem der All Blacks also der Neuseelenischen Rugby Nationalmannschaft dar.
00:22:16: Innerhalb der verschiedenen Farnarten finden sich auch eine ganze Reihe von Fahnen, die als Epifytten oder zu Deutsch als Aufsitzerpflanzen liegen.
00:22:25: Wegen des feuchten Klimas sind Epifyten in Neuseeland weit verbreitet – die wer ja längst aus der Episode zum Weihnachtskaktus ist auf Bäumen, Ästen und Zweigen wachsen.
00:22:36: Zu ihnen gehören auch die Mose, die man in Neusedat oft auf ungestürzen Baumstämmen findet und von denen es in Aotea Roar mehr als fünfhundert Arten gibt.
00:22:50: Neben den Arten, die sich aus Ursprungsarten entwickelt haben, haben einige Arten Neuseeland erreicht nach der Trennung von Gontwana in dem sie mit Strömungen reisten oder mit dem Wind nach Neuseeland gelangten.
00:23:04: Diese Weise erreichte unter anderem der neuseeländische Weihnachtsbaum oder Puhutukaba sowie sein verwannter Rater und auch die einheimischen Fledermäuse die neu-seeländischen Inseln.
00:23:16: Einmal in Neusealand gelandet haben sie sich getrennt von ihren Verwandten in Australien oder Südamerika anders entwickelt und sind zu spezialisierten Bewohnern Noseelans geworden.
00:23:31: Nun möchte ich euch doch endlich den Baum vorstellen, um den es eigentlich in meinem Weihnachtsspecial hätte gehen sollen – dem Puhutukawa!
00:23:40: Ich habe ihn im Dezember im Norden der Nordinsel in voller Blüte gesehen und habe an Weihnachten am Strand zwar nicht in seinem Schatten aber immerhin in seinem Regenschutz gesessen.
00:24:03: Der Baum wird auch als Eisenholzbaum bezeichnet und gehört übrigens wieder Eukalyptus zur Familie der Mürttengewächse.
00:24:11: Sein wissenschaftlicher Name lautet Metrosideros Excelsa, in seiner Heimat Neuseeland heißt er Pohutokawa ein Name den ihm die Maori gegeben haben.
00:24:23: Er ist tief in ihrer Kultur- und Mythologie verwurzelt und gehört wie auf sein Verwandter Rater zu den heiligen Bäumen der Maorikultur.
00:24:32: Legenden erzählen von dem jungen Maori Krieger Tawaki und seinem Versuch im Himmel Hilfe zu finden, um den Tod seines Vaters zu rächen.
00:24:41: Er stürzte aber auf die Erde herab und die purpe Roten Blüten des Baumes sollen sein Blut symbolisieren.
00:24:49: Der wohl berühmteste Puru-Tukawa in der Maori-Legende ist ein kleiner vom windgepeitschter Baum, der sich an die Klippen in der Nähe von Keb Regengar klammert – der nördlichsten Spitze Neuseelans.
00:25:01: Für die Maori ist dieser kleine Baum als Ort des Sprungs bekannt.
00:25:05: Von ihr aus beginnen die Geister der Toten ihre Rückreise in ihre traditionelle Heimat, Hawaii-Ki.
00:25:12: Die Geister spriegen von der Lanzunge und klettern die Wurzeln des achthundert Jahre alten Baumes hinunter um in die Unterwelt hinabzusteigen.
00:25:21: Der Puhutukawa ist ein immer grüner Laubbaum der Wuchshöhen von fünfzehn bis zwanzig Metern erreicht Und eine ausladende Baumkrone besitzt.
00:25:30: Einzelstehende Exemplare bilden oft Luftwurzeln, die dann von oben in den Boden wachsen um eben diese ausladenden Kronen besser zu stützen.
00:25:40: Der kurze Stamm erreicht Durchmesser von zwei bis drei Metern – Die Blüten des Baumes sind zwittrig.
00:25:46: Es werden eine große Anzahl roter Blüte meist im Dezember gebildet, die in einer überschwänglichen Pracht die Baumkrone bedecken und den Puhutukawa seinem Beinamen Neuseelinscher Weihnachtsbaum gegeben haben.
00:26:01: Es gibt in Neuseeland ein sehr bekanntes und beliebtes Bilderbuch für Kinder mit dem Titel Die Adventures of Huto and Kava oder zu Deutsch die Abenteuer von Huto & Kava.
00:26:11: Das Buch beginnt!
00:26:13: Es war einmal ein alter, alter Baum der armeer am Waldrand fuchs.
00:26:19: Zum Weihnachtszeit war er mit unzähligen leuchtend roten Blüten bedeckt.
00:26:26: Oft wurde er Weihnachtsbaum genannt – doch sein richtiger Name war Putucaba.
00:26:32: Hoch oben im Baum befand sich ein kleines Nest.
00:26:35: In ihm lebten zwei winzige Puhutu-Kawabis, sie hießen Hutu und Kawa.
00:26:41: Die Geschichte geht dann folgendermaßen weiter.
00:26:45: Beide beschließen sich einen Kanu zu bauen um den Fluss an dem sie lebten zu erkunden und Abenteuer zu erleben.
00:26:52: Sie bauen lange an dem Kanu bis es fertig ist und bevor's losgeht bekommen sie Geschenke für die Reise von den Lebewesen die den Wald bevölkern indem sie leben von Mr.
00:27:02: Tui, von Mrs.
00:27:03: Bellbird, vom Mrs.
00:27:05: Wood Pigeon und so weiter.
00:27:10: Dann geht es los und sie erleben eine Reihe von Abenteuern in der Natur bis sie wohl behalten in den Nesthaus im Putokava zurückkehren.
00:27:19: Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen!
00:27:22: Und wer sie nachlesen möchte, es gibt das Bilderbuch in englischer Sprache auch hier bei uns zu kaufen.
00:27:31: Nachdem ich nun so viel über die einzigartigen Naturen wie Bäume Neuseelans erzählt habe möchte ich den folgenden zweiten Teil des Podcasts über Neuseeland, der Besiedlung Neuseelands mit drin, welche Gefahren damit verbunden waren, welche Bedrohungen für die Natur und die Ökosysteme heute vorherrschen.
00:27:48: Und wie Neusealand versucht seine einzigartige Natur zu schützen?
00:27:55: Bis dahin wünsche ich euch wie immer eine schöne Zeit!
00:27:58: Bleibt gesund und neugierig!
00:28:00: Eure Urshiros Stitt vom Max-Planck-Institut für eure molekulare Pflanzenphysiologie aus dem Potsdam Science Park.