Komm ins Beet

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00:00:07: Hi, hallo und herzlich willkommen oder auf Mauri?

00:00:08: Kia ora!

00:00:10: Zum zweiten Teil des Neuseeland-Podcasts aus dem Beet.

00:00:14: Am Mikrofon ist eure Ushiro Stitt vom Max Blank-Institut für molekulare Pflanzenphysiologie aus dem Science Park in Poznan-Golm.

00:00:22: Dieser zweite Teil befasst sich mit der Besiedlung Neuseelands den damit verbundenen Gefahren, den Bedrohungen die diese Besiedlungen für die heimische Umwelt und bis heute darstellt, und wie Neuseeland versucht seine einzigartige Natur zu schützen.

00:00:45: Zur Erinnerung – Neuseeland liegt im Südpazifik und besteht aus einer Nord- und einer Südinsel sowie zahlreichen kleineren Inseln.

00:00:54: Seit Jahrzehnten ist bekannt dass diese Insel die Spitze eines achten Kontinents sind dessen Hauptfläche unter dem Meeresspiegel liegt und als Zilanja bezeichnet wird.

00:01:07: Seit er wird Zilanja von Geologen zunehmend als eigenständiger versunkener Kontinent anerkannt, da Bohrungen bewiesen haben, dass das harte Gestein unter dem Tiefseeschlamm einst Überwasser lag.

00:01:20: Geologisch betrachtet ist Neuseeland eine der jüngsten Inselgruppen der Erde – vielleicht können wir sie angesichts der neuesten Erkenntnisse sogar als Kontinent bezeichnen!

00:01:32: Neusealand ist das Land, das als Letztes von Menschen besiedelt wurde.

00:01:36: Zuvor konnten sich die Inseln ungestört von menschlichen Eingriffen entwickeln.

00:01:41: Sie waren fast vollständig vom dichten Steineiben, Kauri-Wäldern einheimischen Buchen und Fahnen bedeckt – bewohnt von Flugunfähigen Vögeln, Insekten und Eidechsen.

00:01:54: Erst im dreizehnten Jahrhundert wurde Neuseeland von Polynesien aus besiedelt.

00:01:59: Die Vorfahren der Maori kam mit Kanus, von ihnen Wacker genannt nach Neuseelam.

00:02:05: Laut der Erzählungen der Maori war Kuppe, der erste Seefahrer der Neuseeland entdeckte.

00:02:11: Der Name für Neuseeland Aotearoa, Land der langen weißen Wolke soll auf seine Tochter zurückgehen die bei der Ankunft etwas Weisses am Horizonsah und rief hey au!

00:02:23: Hey au!

00:02:24: Was eine Wolke?

00:02:26: Eine Wolke bedeutet.

00:02:28: Neusseland verfügte nur über sehr wenige von Menschen essbare Nahrungsmittel.

00:02:33: Die Maori entdeckten schließlich Puhar, ein grünes Blatt Gemüse auch bekannt als Schweinedistel oder Mariendistel das in ganz Neuseeland wild wächst.

00:02:44: Es ist ein Grundnahrungsmittel der traditionellen Maoriküche und reich an Nährstoffen wie Vitamin C, Eisen und Kalzium.

00:02:52: Puhà und Kourou – der Silberfarm waren fast die einzigen pflanzlichen Nahrungsmitteln im Neusealand.

00:02:58: Die Mauri brachten Gemüße aus Polynesien mit Verloren jedoch die meisten dieser Pflanzen, da es in Neuseeland zu kalt war.

00:03:07: Für die Kumara – die Süßkartoffel, die sie mitbrachten – mussten sie ein Standort finden, wie der warm genug war.

00:03:14: Sie flochten Körbe und Taschen zum Transport von Lebensmitteln sowie Fischernetze aus Harakeke den Flachs, der später während der europäischen Besiedlung eine wichtige Rolle spielen sollte.

00:03:25: Sie waren zudem Experten im Fischen- und Jagen.

00:03:32: Während Ereignisse wie Erdbeben, Vulkanausbrüche Überschwemmungen oder das Ansteigen und Absinken von Landteilen im Laufe der geologischen Zeiten bereits ihren Tribut gefordert hatten, führte die Ankunft den Menschen zu fundamentalen Veränderung.

00:03:49: Die Maori brachten nicht nur ihre Jagdfähigkeiten mit nach Neusseland sondern auch Ratten und Hunde, denen die Flugunfähigen Vögeln nun ausgesetzt waren.

00:04:01: Gejagt von den ersten in Neuseeland gelandeten Menschen starb nach etwa hundertzwanzig Jahren der größte Vogel Aotearoas, der Moa aus.

00:04:11: Er war bis zu drei Meter sechzig groß und wog bis zu zweihundfünfzig Kilogramm.

00:04:17: Sie jagten auch kleinere Moa-Aaten die ebenfalls ausstarben.

00:04:21: Viele andere Vogel aten Folgen entweder aufgrund der Jagd oder wegen der eingeschleppten Raubtiere.

00:04:28: Nach den Maori war der niederländische Entdecker Abelt Hasmane der erste Europäer, der circa vier Jahrhunderte später von der niederländischen Ost-Indien-Kompanie.

00:04:42: im Auftrag des Gouverneurs vor Niederländer Indien, Anton van Diemen war er auf der Suche nach einem vermuteten großen Südkontinent Terra Australis in Cognita.

00:04:54: Von dem an Annahm das Erreich an Mineralien sei.

00:04:58: Er annektierte das Land für die Niederlande unter dem Namen Staatenland.

00:05:03: Der Name wurde später in das lateinische Nova Zelandia oder auf niederländisch New Zealand geändert.

00:05:12: Tasman ging nie an Land, er segelte die Westküste hinauf, besuchte mehrere Pazifik-Inseln und kehrte schließlich nach Batavia – heute Jakarta – in niederlandisch Ostindien, heute Indonesien zurück.

00:05:27: Seine Expedition wurde von seinen Geldgebern als Fehlschlag angesehen da er keine Schätze oder Profitmöglichkeiten entdeckt hatte.

00:05:35: Jedoch hinterließ ja ganz im Norden der Nordinsel für die Niederländer Spuren, indem er dort ein Cup nach der Frau seines Auftraggebers benannte Cape Maria Fundiment.

00:05:47: Nach der Stippvisite den Nieder Länder in Neuseeland vergingen weitere, und das sieben zwanzig Jahre bis aufmerksamkeit der Europäer erneut auf Neuseeland fiel.

00:05:57: Im Jahre seventeenhundertsechzig wurde der britische Seefahrer James Cook von der Royal Society beauftragt, eine Expedition zu leiten.

00:06:06: Am siebten Oktober, unheimlich wurde auf der End-Ever gemeldet und Neuseeland wurde wieder entdeckt.

00:06:18: Kuck segelte entlang der Ostküste der Nordinsel nach Norden und vergab Namen für markante Buchten, Cups und Berge.

00:06:26: Bei einem Landgang am fünften November, hießte er in der Mercury Bay auf den Nordinsel, den Union Jack für König Georg III.

00:06:36: Diesen Akt der Landaneignung wiederholte er im Januar, in Queen Charlotte Sound auf der Südinsel.

00:06:45: Nachdem James Cook beide Hauptinseln umsegelt hatte, verließ er Neuseeland am April, in Richtung Australien.

00:06:53: Die erste Karte Neuseelands wurde auf der Grundlage seiner Aufzeichnungen erstellt.

00:06:59: Bei Landgängen hatten die mitreisenden Botaniker Gelegenheit, Pflanzen zu sammeln, zu beschreiben und zu katalogisieren.

00:07:09: Cux-Aufzeichnungen machten deutlich dass er Neuseeland für ein hervorragendes Siedlungsgebiet hielt da es mit fruchtbarem Land gesegnet war auf dem europäische Pflanzen gut gedeihen würden.

00:07:21: Das Interesse an Neuseeland wuchs in Folge von cux positiven Berichten.

00:07:26: Wie bereits erwähnt verwendeten die Maori Harakekel den neuseeländischen Flachs um aus dessen Fasern Seile, Matten, Körbe, Kleidung und Fischernetze herzustellen.

00:07:37: Der Nektar des Neuseelendischen Flaches eignete sich zudem zum Süßen von Speisen und aus dem Saft der Blätter konnten Medikamente hergestellt werden.

00:07:46: Dies führte dazu dass sich der Flachshandel zu einem der wichtigsten Wirtschaftszweige des Landes entwickelte.

00:07:53: Foxton in der Region Manawatu war eins ein wichtiger Flusshafen für die Flachsinustrie.

00:08:00: Im Umkreis von sechzehn Kilometern um Foxen herum gab es fünfzig Flachsmühlen und Spinnereien.

00:08:06: Heutzutage gibt es dort das Flachs Stripper Museum.

00:08:10: Der Gouverneur von New South Wales in Australien soll sogar zweimal Uri entführt haben lassen, die den europäischen Sträflingen die Flachverarbeitung beibringen sollten.

00:08:21: An dieser Stelle möchte ich erwähnen dass der Neuseeland-Flux in andere Teile der Welt eingeschleppt wurde zur Fasaproduktion oder auch als Tierpflanze.

00:08:32: Von sieben bis zirka nineteenhundertfünfundsechzig war der Anbau von Neuseeland Flux für die Insel St Helena ein wichtiger Wirtschaftsfaktor.

00:08:41: Die Insel liegt etwa dreizehntausendsehnhundert Kilometer, oder circa siebentausendvierhundert Seemahlen vom Neusealand entfernt im Südatlantik zwischen den Kontinenten Südamerika und Afrika.

00:08:53: Wir erinnern uns an unseren Geschichtsunterricht.

00:08:55: Napoleon wurde eighteenhundertfünfzehn, nach seiner endgültigen Niederlage in der Schlacht bei Waterloo von den Briten auf die Insel St Helena verbannt.

00:09:04: Er lebte dort streng bewacht und diktierte seine Memoen.

00:09:08: Nach seinem Tod am fünften Mai, achtzehnhunderteinzwanzig, wurde er zunächst entsprechend seines Wunsches im Welle of the Geraniums auf St Helena beigesetzt.

00:09:18: Achtzehundertvierzig wurde sein Leichnam allerdings exhumiert und nach Frankreich überführt, wo er seitdem in Pariser in Validendom seine letzte Hohestätte gefunden hat.

00:09:31: Von Napoleon zurück zum Neuseeland-Flax der ähnlich wie Napoleon weit entfernt von seiner Heimat zwar nicht verbannt aber angesiegelt wurde.

00:09:42: Als die britische Post auf synthetische Fasern führte postsecke Umstieg brach das Flaxgeschäft auf St Helena zusammen.

00:09:49: Die letzte Flaksmühle wurde aus dem Jahr.

00:09:53: Als invasive Pflanze findet man Neuseeland-Flux, trotz Bemühungen dessen Verbreitung einzudämmen weiterhin großflächig auf der Insel.

00:10:03: An vielen Orten in der Welt hat er sich ähnlich wie auf Sankt Helena zu einer invasiven Art entwickelt – was bedeutet dass er sich rasch ausbereiten und bestehende Ökosysteme sowie die Artenvielfalt bedrohen kann.

00:10:16: Solche invasive Arten werden als Neophyten bezeichnet.

00:10:20: Insgesamt ist es keine gute Idee Nichtheimische Pflanzen oder Tiere unkontrolliert in andere Gebiete einzuführen, wie uns die Geschichte Neuseelans und anderer Orte lehrt.

00:10:32: Harakeke sollte nicht mit dem uns bekannten Flachs oder Leinsamen verwechselt werden, mit dem er nicht einmal verwandt ist.

00:10:39: Neuseeland-Flachs Formium ténax gehört zu einer Unterfamilie der Tagliliengewechse.

00:10:46: Es ist eine mehrjährige Pflanze, die eine Höhe von bis zu fünf Metern erreicht und strauchartig wächst.

00:10:53: Die Pflanze hat schwertförmige, immergrüne Blätter und auffällige rote Blüten.

00:10:58: Die Pflanzen bieten oft Lebensraum für eine große Tiergemeinschaft da sie ihnen Schutz- und Nahrung bieten.

00:11:05: Tui, Glockenfögel, Sattelschnabelstörche, Kurzschwanzfledermäuse Geckos und verschiedene Insektenarten ernähren sich vom Nektar der Flachsblüten.

00:11:15: Er wurde von europäischen Siedlern Flax genannt weil seine Phasern nicht die Pflanzen selbst den des echten Flaxes ähnelten.

00:11:25: Unser europäischer Flachs- oder Lein, Linum usitatissimum gehört zur Familie der leinsamen Gewächse Lena Zähl.

00:11:33: Bei ihm handelt es sich um eine einjährige Kulturpflanze.

00:11:36: Er wird hauptsächlich in Frankreich, Belgien und den Niederlanden angebaut.

00:11:41: Mit seinen schlanken aufrechten Stängeln kleinen Blättern und blauen Blüten sieht er ganz anders aus als der neuseeländische Flax.

00:11:49: Flux wird zur Herstellung von hochwertigem Leinen für Kleidung verwendet und aus seinem Samen wird Leinöl gewonnen.

00:11:58: Mit der Ankunft der europäischen Siedler und ihren Besiedlungsaktivitäten, aber auch aufgrund der Tiere die sie mitbrachten, nahm die Bedrohung der einheimischen Arten so richtig Fahrt auf.

00:12:10: Die frühen Europäischen Sietler bedienen sich der natürlichen Ressourcen Neuseelans und Jagden, Robben und Wale.

00:12:17: Zu Beginn des neunzehnten Jahrhunderts entdeckten dass sich Kauri-Holz hervorragend für Schiffsmasten eignet.

00:12:23: Außerdem war es auch für den Bau von Gebäuden sehr begehrt.

00:12:27: Im neunzehnten Jahrhundert wurde ein Großteil der nördlichen Kaurivälder abgeholzt und durch Brände zerstört.

00:12:33: Auch durch die Suche nach Gold wurde das Gesicht der Landschaft verändert, wo Tago auf der Südinsel war ab eighteenhundertsechzig das Zentrum des größten Goldrauschs.

00:12:43: Besonders bekannt sind Gabriel Scully bei Lawrence, The Arrow River by Arrow Town und die Gegend um Queenstown und Cromwell.

00:12:52: Mit der Ankunft weiterer Siedler, die auch den Mauri ihre Flächen streitig machten wurden noch mehr Wälder gebotet und Feuchtgebiete für die Landwirtschaft trockengelegt.

00:13:03: Bevor die Menschen ihren Fuß auf Norseeland setzten waren mehr als achtzig Prozent der Fläche von einheimischem Wald bedeckt.

00:13:09: bis eighteenhundertvierzig war dieser Anteil auf sechzig Prozent geschrumpft und heute sind es gerade noch sechsundzwanzig Prozent.

00:13:18: Weiderland und Gartenbauflächen nehmen von ca.

00:13:20: forty-fünf Prozent der Fläche ein, exotische Plantagen sechs Prozent.

00:13:25: Einheimisches Buschland beträgt weniger als sieben Prozent.

00:13:28: Die Feuchtgebiete sind auf zehn Prozent ihrer ursprünglichen Größe geschrumpft.

00:13:34: Zusätzlich zu den Nutztieren wie Kühe Schafe und Schweine brachten die europäischen Siedler Katzen Pferde Hunde Hirsche Kaninchen Ziegenigel und Gemsen mit Teils aus sentimentalen teils aus praktischen Gründen aber auch blinde Passagiere wie Ratten.

00:13:50: Als sich die Kaninchen zu einer Plage entwickelten, wurden zur ihrer Bekämpfung Wiesel, Hermeline und Frettchen eingeführt.

00:13:57: Viele einheimische Vogelarten starben aus oder sind vom Aussterben bedroht da sie keine Verteidigungsmechanismen gehen.

00:14:04: die neuen Räuber hatten.

00:14:06: Das für den Pelzhandel eingeführte australische Possum entwickelte sich zu einer der größten Plagen Da es nicht nur einheimischen Vögel bedrohen und der Nester plündert sondern auch in der Lage ist, ganze Bäume kalt zu fressen.

00:14:20: Ihre Population ist explodiert und seit den nineteenhundertsebziger-und neunzehnhundertachtziger Jahren entwickelten sie sich zu einer der größten Bedrohungen für die Puhutukava-Bäume.

00:14:31: Die aus Australien eingeführten Beutetiere sind nämlich sehr wählerisch wenn es um Bäume geht Und leider sind die Pahutukavabäume für die Possums richtige Leckerpissen.

00:14:41: Sie werden von den Blättern des Baumes stark angezogen.

00:14:44: Ein einziges Possum kann einen hundert Jahre alten Baum innerhalb von drei Jahren abtöten.

00:14:50: Es kann ihn entlauben, bis er stirbt!

00:14:53: In Neuseeland leben schätzungsweise siebzig Millionen Possums oder Fuchskusus wie Sie auch genannt werden.

00:15:00: Das entspricht circa den vierzehnfachen der menschlichen Bevölkerung Neuseelands.

00:15:05: Dass es unzählige Possums in Neusealand geben muss Davon konnte ich mich mit eigenen Augen überzeugen, da ich Unmengen überfahrene Possums auf Neuseelans Straßen gesehen habe.

00:15:16: Das Interessante ist dass die Possumart, die in Neuseeland solche Schäden anrichtet, in Australien vom Aussterben bedroht ist und dort zu einer geschützten Art gehört.

00:15:26: Natürlich gibt es Witze darüber das Neusealan die Possums doch in ihre wahre Heimat zurück schicken könnte!

00:15:33: Auch Flüsse und Sehen blieben von eingeführten Arten nicht verschont.

00:15:36: So wurden Forellen und Lachse in Seen- und Flüssen ausgesetzt.

00:15:40: In neuerer Zeit wurden in einigen Regionen Weikartus Käus ausgesetzt, die sich dann vermehrten.

00:15:47: Mittlerweile wird dazu aufgefordert, Käussichtungen zu melden.

00:15:52: Außerdem brachten ihr europäereuropäische Pflanzen mit um die Landschaft heimischer zu gestalten – zum Beispiel Stechginster und Ginster.

00:16:01: Diese sind fast unmöglich auszurotten!

00:16:03: Der Stechgenster gilt insgesamt und weltweit als eine der hundert schlimmsten invasiven Arten.

00:16:10: Interessant finde ich auch die vielen Gartenblumen, die sich ausgebreitet haben vor allem im Norden.

00:16:15: Sie stammen meist ursprünglich aus Afrika – zum Beispiel Fräsien und Gladiolen.

00:16:22: Neben den Waldrodungen stellten die eingeführten Säugetiere und Pflanzen ein Bedrohung für die neuseeländische Flora-und Fauna da und verändern in sehr kurzer Zeit das Aussehen der Landschaft sowie die Zusammensetzung der Ökosysteme die ursprünglich an die Umweltbedingungen New Zealand angepasst waren.

00:16:39: Ab eighteenhundertvierzig führte dies zu einer der schnellsten und drastischsten Veränderung der Flora & Fauna.

00:16:46: Die Waldrohdungen führten nicht nur zur Vernichtung von Waldflächen, sondern auch zu Erosion- und Verlust von Mutterboden – insbesondere an steilen Hängen.

00:16:55: Durch Sedimenteinträge veränderten sich Flüsse und Flussmündungen.

00:17:00: Interessant ist auch das fast alle einheimischen Arten Indomykurizen aufweisen.

00:17:05: Darunter versteht man eine Form von Symbiose zwischen Pflanzen und speziellen Pilzen, den Mykuritzer-Pilzen bei der die feinen unterirdischen Pilzfäden, die man als Hüfen bezeichnet in pflanzlichen Zellen der Wurzeln eindringen um dort Nährstoffe und Wasser im Gegenzug für Kohlenhydrate mit den Pflanzen auszutauschen.

00:17:24: In unserer Podcastreihe Faszination Pflanzen grün und vielfältig findet ihr eine Episode in der Professorin Caroline Gutja diese Lebensgemeinschaft genauer erklärt.

00:17:36: Insgesamt weiß man, dass neuseeländische Böden selenarm und im allgemeinen sauer sowie insgesamt nicht sehr fruchtbar sind.

00:17:44: Zu den einheimischen Pflanzenarten die saure Böde bevorzugen oder sehr gut vertragen gehören unter anderem der Neuseelandflachs von dem wir ja schon gesprochen hatten oder auch der Südinsel Eisenholzbaum oder Rata.

00:17:57: hier erinnert euch einen enger Verwandter des Behu Tukava.

00:18:02: Die Flora und Fauna die vor der Besiedlung evolutionär isoliert gewesen war wurde bei der Besiedlung durch den Menschen mit Arten aus anderen biologischen und ökologischen Kontexten überflutet.

00:18:14: Und bedrohte nun die neuseeländischen Ökosysteme, die sich dort über Millionen von Jahren entwickelt hatten.

00:18:21: Bis zum Jahr zweitausend wurden mehr als dreißigtausend Pflanzenarten in Neuseeland eingeführt.

00:18:27: Einige der eingeführten Arten wurden zu unkontrollierbaren Unkräutern wie beispielsweise der schon erwähnte Stechgenster Ulex Europäus der sich von Windschutzstreifen und Hecken ausbreitet.

00:18:41: Mehr als zweitausend der eingeführten Pflanzenarten haben sich in der freien Natur etabliert und überleben ohne menschliche Hilfe.

00:18:49: Mittlerweile gibt es in Neuseeland fast mehr Eingeführte, als einheimische Pflanzen.

00:18:55: Diese eingeführten Arten verändern nicht nur die Zusammensetzung der Pflanzengemeinschaften sondern auch die Lebensbedingungen einheimischer Tiere.

00:19:06: Laut Statistiken der neuseeländischen Regierung sind viele der einheimischen Tier- und Pflanzenarten vom Aussterben bedroht oder laufen Gefahr, bedrohnt zu werden.

00:19:16: So zum Beispiel.

00:19:24: oder in konkreten Zahlen ausgedrückt, es könnten hundertsechzehn von insgesamt hundertzwanzig Reptilienarten.

00:19:44: Vier von fünf Fledermausarten drei von vier Froscharten, achtensiebzig von hundertfünf Landvogelarten, tausend zweihundertdreiundfünfzig von zweitausend siebenhundertvierzig Gefäßpflanzenarten und hundertsächzenviertzig von siebhundertsechszig Mosarten

00:20:01: aussterben.".

00:20:15: In den letzten Jahren sind weitere Bedrohungen aufgetreten, wie beispielsweise die Kauri-Diwak-Krankheit.

00:20:22: Dabei handelt es sich um eine Pilzkrankheit.

00:20:25: genauer gesagt – es handelt sich um einen Eipilz der Gattu Phytophthora, der die Kauribäume in Neuseeland befällt.

00:20:32: Ihr erinnert euch an die Folge über die Hungersnoten in Europa im XIX Jahrhundert, deren Ursache der Befall von Kartoffeln mit einer verwandten Pilsart nämlich Phytoftara infestans oder der Kraut und Knollenfeule war?

00:20:46: Eipilze, O-O-Myzeten genannt sind schädlich für Pflanzen.

00:20:50: Sie richten weltweit enorme wirtschaftliche Verluste bei Nutzpflanzen aber auch große Umweltschäden an natürlichen Ökosysteme an.

00:21:00: Der Pilz der Dikauribäume befällt und zu ihrem Absterben führt wurde erstmals twohnhundertseinhalbzig auf einer der neuseeländischen Inseln entdeckt.

00:21:10: Er wurde jedoch zunächst unter einem anderen Namen geführt bis er zwei tausend sechs an ausgewachsenen Kauri-Bäumen in den weiterkehre Ranges entdeckt und als eigenständige Phytophthora Art erkannt, und als Phythophtora Taxun Agatis abgekürzt PTA benannt wurde.

00:21:30: Im Jahr twentyfünfzehn erhielt der Schädlinge den offiziellen Namen Phytoptara agati ditsida – was so viel wie Kaurikiller bedeutet.

00:21:39: Der Schädlings hat das Potenzial die Kauri Bäume auszurotten!

00:21:43: Der Eipilz greift über den Boden die Wurzeln an, indem er in sie eindringt und lässt die Zellen verfaulen, die Nährstoffe und Wasser von den Wurzel hinauf in das Laub transportieren.

00:21:54: Die Krankheit wird deshalb auch Kauri-Wurzelfeule genannt.

00:21:58: Sie äußert sich durch Harzausfluss an der Stammenbasis und im unteren Stammbereich.

00:22:04: Es folgen die Gelbfärbung des Laubs, der Rückgang der Baumkrone – und schließlich stirbt der ganze Baum!

00:22:11: Die Krankheit wird ausschließlich über den Boden durch darin enthaltene Spuren übertragen.

00:22:19: Experten sind sich einig, dass die Ausbreitung der Krankheit in erster Linie durch Menschen verursacht wird, die kontaminierten Boden an ihren Schuhen haben.

00:22:28: Aus diesem Grund wurden an den Ein- und Ausgängen von Wanderwegen, die Inwaldgebiete führen, Schuhwaschstationen eingerichtet.

00:22:36: Diese bestehen aus Bürsten und Gittern zum Abstreifen der Erde sowie einem Desinfektionsbad.

00:22:43: Leider wird diese Schuhreinigungsanlage, wie ich gelesen habe nur von zwanzig bis maximal fünfzig Prozent der Besucher genutzt was bedeutet das sie kaum Wirkung zeigt.

00:22:54: schon geringe Mengen an Erde etwa ein halbes Gramm reichen aus um den Erreger von einem Ort zum anderen zu transportieren.

00:23:04: Das Problem ist dass die Krankheit im Boden schlummert ohne dass die Bäume zunächst Symptome zeigen selbst wenn sie bereits infiziert sind.

00:23:13: Deshalb wird in Neuseeland daran gearbeitet, eine Methode oder ein Test zu entwickeln um PTA im Boden nachzuweisen.

00:23:21: Das Besondere an PTA ist dass er eine große Anzahl ruhender Strukturen in Form von Sporen bildet die im Boden ruhen und wenn sie aktiv werden die Bäume befallen.

00:23:32: Ich euch bereits in der Folge über Pilze erklärt habe es extrem schwierig Pilze bzw.

00:23:38: Eipilze zu bekämpfen.

00:23:40: Während man im Ackerbau für Tofterer unter anderem mit Phugniziden oder Kupferbehandlungen bekämpfen kann, ist dies für die Kaury-Wälder keine Option.

00:23:49: Andere Organismen wie die Mycorrhiza Pilze, die zum gegenseitigen Nutzen in Symbiose mit den Kaurybäumen lieben könnten geschädigt werden.

00:23:58: Trotz intensiver Forschung, die auch eine Verknüpfung von Maurikentnissen mit moderner Wissenschaft beinhaltet konnte bisher noch kein Mittel entwickelt werden was dem Bäumenbeibefall hilft oder sie vor der Diebeck-Krankheit schützt.

00:24:13: Bislang wären zwei Strategien im Kampf um das Überleben der Kaury-Wälder angewendet, die eine besteht darin, die Wälde zu sperren – damit Sie sich erholen können, überwacht werden und keine weiteren Spuren eingeschleppt werden.

00:24:27: Die andere ist der Versuch, die Krankheit mit einer Behandlung zu bekämpfen, die sich im Avocadoanbau bewährt hat.

00:24:33: Dabei kommt eine Phosphidlösung zum Einsatz.

00:24:36: Das Fussfit wird dem Baum durch ein in den Baumgeburtes Loch injiziert, nachdem Zufuhr die für den jeweiligen Baum erforderliche Dosis berechnet wurde.

00:24:46: Der Wirkstoff verteilt sich im gesamten Baum und gelangt bis in Blätter und Wurzeln.

00:24:51: FussFit scheint eine leichte fungizide Wirkung zu haben – aber der Wirkstoff scheint auch in der Lage zu sein, die eigenen Abwehrmechanismen des Baumes zu aktivieren!

00:25:02: Es wird angenommen dass die Anwendung des Wirkstofs den Erreger schwächt und ihn dazu veranlasst, Moleküle frei zu setzen die es dem Baum ermöglichen den Befall zu erkennen und seine Abwehrmechanismen zu aktivieren.

00:25:16: Folglich kann sich der Erreger nicht unbemerkt an dem Baum heranschleichen um Schaden anzurichten.

00:25:22: Allerdings ist diese Methode nicht besonders geeignet für den großflächigen Einsatz oder in unwigsamen Gelände.

00:25:29: Ein Video zu diesem Thema kommt zu folgendem Schluss Der Kampf um die Rettung dieses Waldschatzes Taonga steckt noch in den Kinderschuhen.

00:25:39: In dieser Phase sind Erkennung und Eindämmung entscheidend, aber durch die Verschmelzung von Mauri-Wissen und Wissenschaft besteht Hoffnung, dass die Kaori überleben

00:25:48: werden.".

00:25:58: Der Myrtenrost oder Austropocinia PsiDii ist eine weitere Pilzkrankheit, die eine erhebliche Bedrohung für die einheimische Flora Neuseelans darstellt.

00:26:08: Besonders betroffen ist die Familie der Mürttengewächse, zu der auch der Puhutukawa der neuseeländische Weihnachtsbaum gehört.

00:26:17: Ihm wird also nicht nur von den Possums zugesetzt sondern von diesem Pilz und seinen Spuren.

00:26:23: Es wird angenommen dass seine Spuren durch den Wind von Australien nach Neuseeland geweht wurden.

00:26:28: Eukalyptusbäume gehören auch zur Familie der mürttengewächse Und wie allgemein bekannt ist gibt es in Australien viele davon wo sie die Hauptnahrungsquelle für die dort lebenden Koalas darstellen.

00:26:41: Die Krankheit äußert sich zunächst in Form kleiner, gelber Flecken auf Blättern, jungen Trieben, Früchten und Blüten.

00:26:49: Myrtonrost kann zum Absterben der Triebspitzen zu Wachstumsstörerung bis hin zum Ab Sterben des gesamten Baumes führen – er kann zudem die Samenbildung verhindern.

00:26:59: Ähnlich wie bei der Diebeck-Krankheit gibt es bislang auch gegen den Myrtenrost keine wirksame Bekämpfungsmaßnahme.

00:27:06: Durch Fungizide können beispielsweise in Baumschulen, Infektionen und Spurenbildung kontrolliert werden.

00:27:13: Aber im Wald ist dies nicht möglich.

00:27:15: Abgesehen von der Forschung wie im Fall des Kaurikellas bleibt bislang nur die Möglichkeit die Ausbreitung dieses aggressiven Pilzes zu beobachten und zu dokumentieren.

00:27:32: Was mich in Neuseeland positiv überraschte war nicht nur dass viele Orte und Landschaften ihre Maurinamen beibehalten oder widererlangt haben sondern auch, dass die Informationen in Nationalparks und Museen zweisprachig sind – auf Maori und Englisch.

00:27:49: Als flüchtige Besucherin gewann ich den Eindruck, das die Maori-Kultur in viele Bereiche des öffentlichen Lebens einzugehalten hat….

00:27:58: …und dass das Verhältnis zwischen Neuseeländern europäischer Abstammung und dem Maori von Respekt geprägt ist und auf eine Gleichberechtigung hinausläuft!

00:28:08: Ich habe jedoch auch gelesen, dass das Verhältnis zwischen ihnen zwar einerseits durch wachsende kulturelle Anerkennung gekennzeichnet ist, andererseits aber politische Spannungen über Rechte und Ressourcen bestehen die einst im Vertrag von Weitangi verankert waren.

00:28:23: Vielleicht ist hier ein kurzer Rückblick auf die Geschichte Neuseelans angebracht.

00:28:27: Im Jahr eighteenhundertvierzig wurde in Weitagi einen Vertrag zwischen der britischen Krone.

00:28:36: Dieser Vertrag kam zustande, weil sich im frühen XIX.

00:28:39: Jahrhundert französische Wahlfänger und Siedler in Neusseland niedergelassen hatten.

00:28:45: Der Vertrag wurde geschlossen um französe Ansprüche zu verhindern Und die britische Souveränität über die Inseln zu etablieren.

00:28:53: Er wurde auf Englisch verfasst und ins Maori übersetzt.

00:28:57: Die Übersetzung erwies sich als schwierig da die Maori eine bildhafte Sprache verwenden in der ein einzelner Begriff mehrere Bedeutungen haben kann oder bestimmte Begriffe und Ausdrücke gar nicht existieren.

00:29:11: Das ließ viel Raum für Missverständnisse, die wichtigsten Punkte des englischen Vertrages waren unter anderem die folgenden.

00:29:20: Erstens Die Häuptlinge treten ihre Hoheizrechte an die Englische Krone ab.

00:29:25: Zweitens Im Gegenzug würde den Mauri ein uneingeschränkter, exklusiver und ungestörter Besitz ihrer Ländereien Wälder, Fischgründe und sonstigen Besitztümer garantiert – egal ob es sich um Kollektives oder individuelles Eigentum handelt.

00:29:43: Drittens Die Krone behalte sich das Vorkaufsrecht bezüglich des Landbesitzens der Mauri vor.

00:29:49: Viertens Den Mauri wurden alle Rechte- und Privilegien britischer Staatsbürger gewährt.

00:29:56: Aufgrund der Fehler haften Oder missverständlichen Übersetzungen war den Häublingen allerdings nicht klar, dass sie mit der Unterzeichnung des Vertrags ihre Souveränität aufgaben und das Neusseland zur britischen Kolonie wurde.

00:30:11: Bereits in nur fünf Jahren nach der Unterzeichung des Vertrages von Weitangni kam es zum Widerstand der Maori gegen die britischen Colonialherren.

00:30:22: Es folgten die Neusieland-Kriege, in denen die Maori ihr Land und ihre Handelsinteressen verteidigten.

00:30:28: Die Mauri hatten sich nach der Ankunft der Europäer sehr schnell an den Handel angepasst und übertrafen die Europäere in dieser Hinsicht sogar.

00:30:37: Die Neuseeland-Kriege dauerten fast vierzig Jahre, viele Mauri starben und die Überlebenden wurden größtenteils enteignet.

00:30:45: Mittlerweile hat sich die britische Krone für diese gewaltsame Politik entschuldigt und Länder rein wurden an die Mauri zurück gegeben.

00:30:54: Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts gab es aufgrund der Kriegel und der von den Europäern eingeschleppten Krankheiten nur noch etwa sechstausend Mauri, wie ich einer Quelle entnommen habe.

00:31:05: Und man ging davon aus dass sie aussterben würden.

00:31:08: Heute gibt es so gut wie keine reinblütigen Mauri mehr da es schon früh inter ethnische Beziehungen zwischen Mauri-und europäischen Einwanderer gab.

00:31:20: Der Vertrag von Waitangi ist nach wie vor ein wichtiges Dokument für das Zusammenleben von Maori und Neuseeländern europäischer Abstammung, auch wenn es Meinungsverschiedenheiten hinsichtlich der Auslegung des Vertrages gibt.

00:31:33: Zuletzt kam es im Jahr zwanzig, zweitausendfünfundzwanzig zu massiven Protesten der Maori- und ihrer Unterstützer gegen einen Gesetzentwurf, der darauf abzielte die Auslegungen des Vertrags von Wwaitangi zu ändern was aus Sicht der Maori ihre Rechte schmälern würde.

00:31:51: Der Vertrag gilt als Gründungsdokument Neusielands, bei Tangi – der Ort an dem der Vertrag achtzehntundvierzig unterzeichnet wurde – ist heute ein Ort des Erinnerns, an dem die Geschichte Neuseelans lebendig wird.

00:32:05: Ich war dort und sowohl der Ort als auch die Darstellung der Geschichte haben mich tief beeindruckt.

00:32:18: Was mich ebenfalls in Neuseeland tief beeintrückt hat ist die hohe Priorität, die dem Naturschutz in Neuseeland eingeräumt wird und wie intensiv er von Behörden, Freiwilligen und Politikern vorangetrieben wird.

00:32:32: Meiner Ansicht nach sind im Unterschied zu Deutschland die Naturschutzbemühungen in Neusseland weniger ideologisch und dafür mehr pragmatisch geprägt.

00:32:42: Allerdings sind die Ziele für Neuseelands sicherlich einfacher und leichter zu formulieren – und aufgrund Erlage Neusealands am Ende der Welt Und wegen seiner Größe und Abgeschiedenheit sind diese definierten Ziele zweifellos auch leichter zu erreichen, als es für Deutschland oder Europa der Fall ist.

00:33:07: Das Ziel des Naturschutzes in Neuseeland ist es die einzigartige Flora und Fauna zu bewahren, die durch eingeschleppte Arten bedroht ist.

00:33:16: Von zentraler Bedeutung für die Erreichungen dieses Ziels isst die Befreiung von Raubtieren vor allem durch die Bekämpfung von Possums, Hermelinenraten und auch Mäusen.

00:33:27: In einigen Gebieten sind nun auch Wildkatzen hinzugekommen.

00:33:31: Das Land hat sich zum Ziel gesetzt bis zu zwei Tausend Fünfzig frei von Raubtieren zu sein.

00:33:38: Bislang ist es Neuseeland gelungen, rund Hundertvierzig kleinere Inseln von invasiven Raubtieren zu befreien um bedrohte Einheimische Arten zu schützen.

00:33:48: Diese Insel dienen als Biobanken und sichere Lebensräume für seltene Vögel.

00:33:53: Auch auf den Inselen Rangitoto In der Nähe von Oakland konnten nach einer zweijährigen Planungs- und Beratungsphase die Ratten innerhalb von vier Wochen erfolgreich ausgerottet werden.

00:34:06: Anschließend entfernten Naturschützer, Kaninchenhermelineiegel und verwilderte Katzen.

00:34:12: Die Kosten für diese Maßnahme beliefen sich auf zwei Komma drei Millionen Euro.

00:34:18: Auch Tiritiri Matangi eine Insel nordöstlich von Oakland vor der Küste der Nordinsel gelegen dient als Vorbild die zu ihrem ursprünglichen, vor der Besiedlung durch den Menschen bestehenden Lebensraum zurückkehren.

00:34:32: Eine weitere Erfolgsgeschichte bislang!

00:34:36: Was auf kleinen Insel noch relativ einfach zu erreichen ist – wenn auch mit großem Aufwand – lässt sich auf dem Festland nicht so ohne Weiteres umsetzen.

00:34:46: Ein ebenfalls angemannter Ansatz besteht darin in einem ersten Schritt bestimmte Gebiete einzuzäumen, um unerwünschte Raubtiere fernzuhalten.

00:34:55: Ein solcher Schutzzaun muss jedoch bestimmte Kriterien erfüllen, um wirksamen Schutz zu bieten.

00:35:01: Er muss die Kletterfähigkeit von Possums, die Sprungkraft von Katzen und Hermelinen sowie die Grab-Fähigkeit von Ratten berücksichtigen.

00:35:10: Die Maschen müssen klein genug sein, dass selbst Mäuse nicht den durchschlüpfen können.

00:35:13: In fournzehnhundert vier neunzig wurde ein umfangreiches Programm gestartet, um zu ermitteln wie ein solcher Zaun beschaffen sein müsste.

00:35:22: Während der Versuche wurden verschiedene Zaunkonstruktionen getestet wobei tierische Fähigkeiten wie Springen, Klettern, Graben und sogar das Durchschlüpfen kleinerer Tiere durch das Zaungitter berücksichtigt wurden.

00:35:35: Diese Versuche führten zu mehreren Zaun-Prototypen die anschließend an fast zweihundert Tierarten getestet wurden darunter Ratten, Mäuse, Katzen, Hermeline, Possums, Wiesel und Frättchen.

00:35:47: letztendlich wurden auch Faktoren wie Materialien, Installationskosten Windbeständigkeit und optische Auswirkungen berücksichtig Und es wurde eine Entscheidung über den Zaun getroffen.

00:35:59: Die Zaunversuche wurden im Rahmen der von Jim und Eve Lynch entwickelten Visionen für das Carrori-Tal in Wellington durchgeführt.

00:36:07: Diese Vision führte zur Schaffung von Cilandia, einem vollständig eingezeugten Naturschutzgebiet in der Nähe des Stadtzentrums von Wellington.

00:36:19: Nachdem die zuvor in den Zweihundertundzwanzig Hektar großen Gebiet lebenden Raubtiere eingefangen und getötet wurden zeigten Erhebungen im Jahr nineteenhundertneunzig, dass in diesem eingezollten Gebiet keine Nagetiere madaartigen Katzen Hasen Hirsche Schweineziegen oder Rinder lebten.

00:36:38: Der Zaun hat einen phänomenalen Unterschied bewirkt.

00:36:41: Zilanja bietet einen sicheren Lebensraum für seltene einheimische Vögel Reptilien und Pflanzen.

00:36:48: Ich habe diesen Park besucht Und tatsächlich habe ich nirgendwo sonst in Neuseeland so viele einheimische Vögel in freier Wildbahn gesehen wie dort.

00:36:58: Darüber hinaus erhalten die Einwohner von Wellington Radschläge, wie sie dafür sorgen können dass einhermische Vogelarten auch in ihren Gärten gute Lebensbedingungen vorfinden.

00:37:12: Auch in anderen Teilen Neuseelans wurden Gebiete eingezäunt um einheimischen Flora und Fauna anzusiedeln und zu schützen.

00:37:20: Eines der größtenein gezeunten Naturschutzgebieten liegt südlich von Hamilton.

00:37:26: Ein siebenvierzig Kilometer langer Zaun umgibt einen dreitausend vierhundert Hektar großen Polycarbwald.

00:37:33: Auch im Gebiet außerhalb von Duniden ist zudem eines der ältesten Ökoschutzgebiete ausgewiesen, es wurde Anfang der nineteenhundert neunziger Jahre gegründet.

00:37:43: Die größte Herausforderung für eingezäumte Naturschutzgebieten sind die Anschaffungskosten für den Zaun und die laufenden Unterhaltskosten.

00:37:52: Allerdings haben eingezeugte Schutzgebiete Die ersten raubtierfreien Gebiete auf dem norseeländischen Festland seit der Ankunft invasiver Arten geschaffen.

00:38:01: Einheimische Vogelarten profitieren am meisten von den eingezäunten Schutzgebieten, mit einem Boom ihrer Populationen und einem Rückgang eingeführter Vogelartens wie Amseln & Spatzen – wie ich auf der Webseite Predator Free New Zealand gelesen habe.

00:38:18: Bislang so heißt es bieten eingezollte Schutzgebiete eines der besten Instrumente im Werkzeugkasten für ein raubtierfreies Neuseeland.

00:38:26: Es gibt Vorschläge, dass solche eingezollten Schutzgebietekerngebiete bilden könnten von denen aus sich größere Programme zur Raubtierbekämpfung ausbreiten könnten.

00:38:36: Nach Ansicht einiger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler reichen die derzeitigen Bemühungen wahrscheinlich nicht aus um Neuseeland bis zu zwei Tausend Fünfzig von invasiven Wirbeltieren zu befreien was das erklärte Ziel ist.

00:38:51: Sie sind der Meinung, dass Fortschritte in den Bereichen Köder, Gifte und Fallen sowie bei der Aufspürung dieser unerwünschten Eindringlinge erforderlich oder vielleicht die Entwicklung neuer ergänzender Methoden notwendig sind um dieses Ziel zu erreichen.

00:39:07: Wenn ich auf meine Reise nach Neuseeland zurückblicke muss ich sagen, daß mich meine Besuche in den Kaori- und Podokarpfeldern demütig gestimmt haben!

00:39:17: Was sind wir Menschen schließlich im Vergleich zu diesen riesigen Bäumen, von denen einige mehr als tausend Jahre alt sind und so viel gesehen und erlebt haben?

00:39:27: Wie das Sprichwort sagt, sind wir nur ein Wimpernschlag in der Geschichte der Erde.

00:39:33: Interessant ist, dass die Maori eine andere Sicht auf Bäume, Pflanzen und Tiere haben, als wir Europäer.

00:39:40: Wer Tiere und Pflanzen als Verwandte betrachtet – zum Beispiel als Brüder oder Schwestern Der behandelt sie vermutlich anders, ist bereit mehr für seine Mitlebewesen zu tun und geht auch anders mit seiner Umwelt um.

Über diesen Podcast

Unsere Nutzpflanzen: sie sind leise, sie sind grün, sie wachsen auf dem Acker, in unserem Garten und an den unterschiedlichsten anderen Orten. Sie werden gegessen und dienen als Rohstoff für verschiedene Produkte.
Ganz nebenbei, ohne Pflanzen könnten wir nicht existieren, da sie nicht nur für unsere Nahrung, sondern auch für Sauerstoff sorgen. Sie besitzen die interessantesten Strategien, um für ihre Nachkommenschaft zu sorgen, sich gegen Angreifer zu wehren, unliebsame Konkurrenten auszuschalten oder notwendige Nährstoffe zu ergattern und bilden mehr als 100.000 verschiedene Inhaltsstoffe.

Wo kommen sie her, wie lange werden sie bereits genutzt, wie werden sie angebaut, welche Probleme gibt es dabei und wie können diese gelöst werden? Manche von ihnen haben Geschichte geschrieben und die Politik beeinflusst. Wer sich für die Geschichten hinter unseren Nutzpflanzen interessiert, ist bei unserem KOMM INS BEET Podcast genau richtig!

Mehr Informationen zu unseren Nutzpflanzen gibt es unter: https://www.komm-ins-beet.mpg.de/

Informationen zum Max-Planck-Institut für Molekulare Pflanzenphysiologie findet Ihr unter: https://www.mpimp-golm.mpg.de/.

Falls Ihr Fragen habt, schreibt uns an beet@mpimp-golm.mpg.de

Redaktion und Moderation:
Uschi Ross-Stitt, Max-Planck-Institut für Molekulare Pflanzenphysiologie

von und mit Max-Planck-Institut für Molekulare Pflanzenphysiologie

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